Vendredi 21 Novembre 2008
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Langsam gesprochene Nachrichten | Deutsc
30 épisodes
Mittwoch, 19. November 2008
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Autobauer bitten Kongress um Milliarden-Hilfen: WASHINGTON: Die angeschlagenen amerikanischen Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler haben den US-Kongress nachdrücklich um neue milliardenschwere Staatshilfen gebeten. Eine Rettung der Unternehmen sei nötig, um die US-Wirtschaft vor einem 'katastrophalen Kollaps' zu bewahren, erklärten die Konzernchefs Rick Wagoner, Alan Mulally und Robert Nardelli. Ohne Unterstützung könnten fast drei Millionen Menschen ihren Job verlieren, betonten die Spitzenmanager. Der amtierende Finanzminister Henry Paulson wies Forderungen der US-Demokraten zurück, einen Teil des 700-Milliarden-Dollar- Hilfspakets für die Finanzbranche an die Autokonzerne abzuzweigen. Die Republikaner plädieren stattdessen dafür, dass die Konzerne frei über ein bereits bewilligtes Kreditpaket von 25 Milliarden Dollar verfügen können, das eigentlich für die Entwicklung sparsamerer Autos gedacht war. Opel will Produktion um zehn Prozent kürzen: FRANKFURT AM MAIN: Der angeschlagene Autobauer Opel will weniger Autos bauen und erwägt eine Produktionssenkung um rund zehn Prozent. Das kündigte Opel-Geschäftsführer Hans Demant in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' an. Zudem werde auch über die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden in allen europäischen Werken mit Ausnahme von Rüsselsheim nachgedacht. Für den Fall einer Insolvenz des Mutterkonzerns General Motors hat Opel um eine staatliche Bürgschaft gebeten, die sich nach Angaben des Europa-Chefs von General Motors, Carl-Peter Forster, auf etwas mehr als eine Milliarde Euro belaufen soll. Die Bundesregierung will bis Weihnachten über die Gewährung einer Bürgschaft entscheiden. Hessischer Landtag will seine Auflösung beschließen: WIESBADEN: Der hessische Landtag will sich an diesem Mittwoch auflösen und so den Weg für Neuwahlen im Januar frei machen. Alle fünf Fraktionen haben erklärt, sie würden der Auflösung zustimmen. Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti war zwei Mal mit dem Versuch gescheitert, eine von den Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden. Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bleibt bis zur Neuwahl geschäftsführend im Amt. Außenminister Steinmeier reist nach Indien: BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einem dreitägigen Besuch nach Indien aufgebrochen. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit Premierminister Manmohan Singh und Außenminister Pranab Mukherjee in der Hauptstadt Neu Delhi. Bei den Gesprächen soll es insbesondere um die künftige Rolle Indiens bei der Stabilisierung der Weltkonjunktur und der Lösung globaler Herausforderungen wie dem Klimaschutz gehen. Ban fordert Ende israelischer Gaza-Blockade: NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat an Israel appelliert, die Grenzübergänge zum Gazastreifen für Hilfslieferungen zu öffnen. In einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert äußerte sich Ban besorgt über die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak verwies auf andauernde Raketenangriffe aus dem Gazastreifen und ordnete an, die Grenzübergänge weiter geschlossen zu halten. Im Gazastreifen leben rund 1,5 Millionen Menschen; die Hälfte von ihnen ist auf Hilfslieferungen der Vereinten Nationen angewiesen. Obama verspricht führende Rolle beim Klimaschutz: WASHINGTON: Der designierte US-Präsident Barack Obama hat eine führende Rolle seiner Regierung im Kampf gegen den Klimawandel angekündigt. Er stellte ein System zum Emissionshandel in Aussicht, das den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis zum Jahr 2020 auf das Niveau von 1990 verringern soll. Zudem sollten nach Obamas Ansicht jährlich 15 Milliarden Dollar investiert werden, um Solar- und Windenergie-Projekte sowie die Entwicklung neuer Biokraftstoffe voranzutreiben. Allerdings wolle er weiterhin auch auf Atomenergie zurückgreifen, erklärte der künftige amerikanische Präsident. Kongo: Tutsi-Rebellen ziehen sich zurück: KINSHASA: Die Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben ihren Rückzug eingeleitet, um eine Friedensinitiative der Vereinten Nationen zu unterstützen. Das bestätigte die UN-Mission in dem zentralafrikanischen Land. In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen Tutsi-Rebellen und Regierungstruppen gekommen. Hunderttausende Menschen sind in der Region auf der Flucht. Die Vereinten Nationen drängten auf eine möglichst rasche Verstärkung der UN-Friedenstruppe im Kongo. Frankreich hat vorgeschlagen, die Truppe um gut 3.000 auf rund 20.000 Mann aufzustocken. Piraten fordern Lösegeld für gekaperten Supertanker: DUBAI: Nach der spektakulären Kaperung eines saudischen Supertankers vor der ostafrikanischen Küste haben die Piraten ein Lösegeld verlangt. Zur genauen Höhe ihrer Forderung machten die somalischen Seeräuber im Fernsehsender Al-Dschasira allerdings keine Angaben. Der Tanker und seine Rohöl-Ladung haben einen geschätzten Wert von 200 Millionen Euro. Die 'Sirius Star' ist das größte Schiff, das jemals gekapert wurde. - Unterdessen brachten Piraten im Indischen Ozean weitere Schiffe in ihre Gewalt. Es handelt es sich um einen griechischen Frachter und einen Trawler aus Thailand. Der indischen Marine gelang es, einen Piratenangriff im Golf von Aden abzuwehren. Das Wetter in Deutschland: Wolkig mit Schauern: DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkenreich. Im Norden Schauer, nach Süden hin Auflockerungen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen vier und elf Grad. Am Morgen meldeten bei überwiegend bewölktem Himmel: Hamburg: 6 Grad, leichter Regen; Berlin und Frankfurt am Main: 6 Grad, Dresden und München: 5 Grad, Nieselregen und Köln/Bonn: 8 Grad.
Dienstag, 18. November 2008
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.BERLIN: Zur Unterstützung der schwer angeschlagenen Automobilbranche hat Außenminister und SPD-Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier ein abgestimmtes, gemeinsames Vorgehen der europäischen Staaten gefordert. Unternehmen, die im Grunde gesund seien, dürften nicht kaputt gehen, sagte Steinmeier nach einem Treffen mit den Betriebsratschefs der deutschen Autobauer. Er verwies auf den Opel-Konzern. Die Bundesregierung will bis Weihnachten über die von Opel erbetene Milliarden-Bürgschaft entscheiden. Nach Einschätzung von Experten wären bei einem Aus des Autobauers neben den knapp 26.000 Arbeitsplätzen dort mindestens 50.000 weitere Jobs bei Zulieferern bedroht. - Auch der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker plädierte für ein Rettungskonzept auf europäischer Ebene. CHICAGO: Der künftige US-Präsident Barack Obama und sein unterlegener republikanischer Mitbewerber John McCain wollen bei der Bewältigung der aktuellen Probleme zusammenarbeiten. Nach einem Treffen in Obamas Übergangs-Dienstsitz in Chicago teilten beide mit, die US-Bürger wünschten sich eine Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Die Wirtschaftskrise müsse gelöst, neue Energiegesetze müssten verabschiedet und die nationale Sicherheit gewährleistet werden. Obama hatte nach der Wahl angekündigt, auch Republikaner in sein Regierungsteam berufen zu wollen. BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat nochmals dazu aufgerufen, die Probleme der Entwicklungsländer trotz der weltweiten Finanzkrise nicht aus den Augen zu verlieren. Der Bundespräsident verwies besonders auf die afrikanischen Staaten. Dieser Kontinent spiele eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel, für die Sicherheit Europas und die Rohstoffversorgung. Köhler fügte hinzu, die Einwanderer aus Afrika könnten langfristig nicht mit - wie er formulierte - Polizeimethoden aufgehalten werden. LONDON: Amnesty International hat Georgien und Russland schwere Menschenrechtsverletzungen während des fünftägigen Krieges im August vorgeworfen. Diese müssten von unabhängiger Seite untersucht werden, heißt es in einem an diesem Dienstag veröffentlichten Bericht. Auch gebe es noch 20.000 Georgier, die nicht in ihre Häuser nach Süd-Ossetien zurückkönnten. An der georgisch-südossetischen Verwaltungsgrenze sei eine "Zone der Unsicherheit" entstanden. Es gebe Berichte von Plünderungen, Schießereien und Entführungen. Georgiens UN-Botschafter Irakli Alassania sprach sich erneut für eine internationale Untersuchung aus, welches Land Kriegsverursacher gewesen sei. HAVANNA: Chinas Präsident Hu Jintao hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Kuba auf. Kurz nach seinem Eintreffen in Havanna meldete das kubanische Fernsehen, bereits im Vorfeld seien einige Wirtschaftsverträge unterzeichnet worden. Nach Venezuela ist China der zweitwichtigste Handelspartner Kubas. NEW YORK: Die UN-Friedenstruppe in der Demokratischen Republik Kongo soll vorübergehend um 3.100 Soldaten aufgestockt werden. Das geht aus einem von Frankreich vorgelegten Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat hervor. Damit würde die jetzt schon größte Friedenstruppe der Vereinten Nationen auf rund 20.000 Mann anwachsen. Der Resolutionsentwurf fordert die MONUC-Truppe auf, die zusätzlichen Soldaten zum Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen und dabei robuste Einsatzregeln anzuwenden. MOGADISHU: Der von somalischen Piraten gekaperte saudische Supertanker 'Sirius Star' nähert sich der somalischen Küste. Die Piraten hatten den Supertanker mit rund zwei Millionen Barrel Erdöl am Samstag vor der kenianischen Küste gekapert. Die Ladung hat einen Marktwert von rund einhundert Millionen US-Dollar. TRAUNSTEIN: Im Prozess um den Einsturz der Eissporthalle von Bad Reichenhall im Januar 2006 hat das Landgericht Traunstein einen Bauingenieur zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt. Er hatte Fehler bei der Berechnung der Dachstatik eingeräumt und wurde der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden. 15 Menschen waren ums Leben gekommen, als das Gebäude unter der Last einer schweren Schneedecke zusammenbrach. Ein Architekt, der teilweise die Bauaufsicht hatte, und ein Gutachter wurden freigesprochen. BERLIN: Der Freistaat Sachsen ist der große Sieger des neuen PISA-Schulleistungstests in Deutschland. Das Bundesland erreicht in allen drei Disziplinen Lese- und Textverständnis, Naturwissenschaften und Mathematik den ersten Platz und verdrängte Bayern von der Spitzenposition auf Rang zwei. Die Ergebnisse des Tests werden an diesem Dienstag in Berlin offiziell vorgestellt. Schlusslicht in allen drei Bereichen ist Bremen. - Bei der internationalen PISA-Studie 2006 landete Deutschland im Mittelfeld. Der Vergleich der Bundesländer ist eine ergänzende Untersuchung, an der 57.000 Kinder an 1.500 Schulen teilnahmen. SAN FRANCISCO: Der Gründer und Chef des Internetportals Yahoo, Jerry Yang, tritt zurück. Das Unternehmen teilte mit, der 40-Jährige werde solange weiter im Amt bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sei. Vor allem Aktionäre hatten Yang für die gescheiterte Übernahme Yahoos durch Microsoft im Mai verantwortlich gemacht. Auch der Versuch einer Internet-Anzeigenkooperation mit Google scheiterte. LOS ANGELES: Die Feuerwehr im US-Bundesstaat Kalifornien meldet nach dem Abflauen des starken Winds Erfolge im Kampf gegen die Waldbrände. Anordnungen zum Verlassen von Häusern wurden aufgehoben. Die Behörden warnten aber davor, dass die Gefahr noch nicht endgültig gebannt sei. Bisher wurden rund 1.000 Häuser zerstört, 170 Quadratkilometer Wald und Busch verbrannten. Viele Schulen im Großraum von Los Angeles blieben wegen der starken Luftverschmutzung durch Rauch und Asche weiter geschlossen. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Oftmals dichte Wolken und zeitweise schauerartiger Regen, im Bergland teils mit Schnee. Höchstwerte zwei bis zehn Grad. Am Morgen meldeten: Hamburg: 5 Grad, leichter RegenBerlin: 0 Grad, wolkenlosDresden: 1 Grad, wolkenlos Köln/Bonn: 4 Grad, nach Regen Frankfurt am Main: 2 Grad, wolkenlosMünchen: 3 Grad, bedeckt
Montag, 17. November 2008
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.BERLIN: Vor dem Opel-Krisengipfel im Kanzleramt hat Bundesfinanzminister Peer Steinbrück eine generelle Hilfe für die deutsche Autoindustrie ausgeschlossen. Die Unterstützung werde sich auf einzelne Sonderfälle beschränken, sagte Steinbrück im Deutschlandfunk. Der Staat sei nicht für Management-Fehler verantwortlich und könne auch nicht die Kaufkraft der Verbraucher ersetzen. Zudem müsse verhindert werden, dass die Hilfe für Opel nicht an dessen angeschlagenen US-Mutterkonzern General Motors fließe. Opel hatte um eine staatliche Bürgschaft in Milliardenhöhe gebeten, da General Motors die Insolvenz droht. Am heutigen Montag wollen die US-Demokraten einen Gesetzentwurf zur Rettung der heimischen Autoindustrie in den Kongress einbringen. Er soll den Autoherstellern den Zugang zu dem 700 Milliarden Dollar schweren Hilfspaket für die Finanzbranche öffnen. Die Republikaner und Präsident George W. Bush sind bisher dagegen. WASHINGTON: Angesichts der schwächelnden Konjunktur will der künftige US-Präsident Barack Obama das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts vorerst zurückstellen. Zur Abwendung einer schweren Rezession seien teure Maßnahmen erforderlich, sagte Obama im amerikanischen Fernsehen. Es müsse alles dafür getan werden, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. In diesem Zusammenhang forderte Obama erneut staatliche Hilfen für die angeschlagenen US-Autobauer. Auch für in Not geratene Eigenheimbesitzer stellte er ein gezieltes Hilfsprogramm in Aussicht. TOKIO: Im Zuge der Finanzkrise ist auch Japans Wirtschaft in die Rezession abgerutscht. Wie die Regierung in Tokio mitteilte, schrumpfte die japanische Wirtschaft zwei Quartale in Folge. Zwischen Juli und September betrug das Minus demnach 0,1 Prozent, zwischen April und Juni hatte es sogar bei 0,9 Prozent gelegen. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet ging Japans Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,4 Prozent zurück. Als Ursache wurde ein starker Rückgang bei den Unternehmensinvestitionen genannt. NEU DELHI: Mehrere hundert Exil-Tibeter sind im nordindischen Dharamsala zusammengekommen, um über künftige Strategien im Umgang mit der chinesischen Regierung zu beraten. Die fast einwöchige Konferenz war vom Dalai Lama einberufen worden, dem geistlichen Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. In den vergangenen Wochen hatte der 73-Jährige mehrfach erklärt, er sehe seine Bemühungen um eine größere Autonomie Tibets als gescheitert an. Tibet war in der 1950er Jahren von China besetzt worden. Seit 1959 lebt der Dalai Lama im indischen Exil. ERFURT: Der neue Chef der Grünen, Cem Özdemir, hat sich offen gezeigt für eine Koalition mit der Union auf Bundesebene. Voraussetzung sei aber, dass die Union dem Ausstieg aus der Atomwirtschaft zustimme, sagte Özdemir der "Passauer Neuen Presse". Im Einzelfall könne es sein, dass sich grüne Inhalte besser mit Schwarz als mit Rot umsetzen ließen. Özdemir war am Wochenende auf dem Grünen-Parteitag in Erfurt zum Nachfolger von Reinhard Bütikofer bestimmt worden. Für das Wahljahr 2009 kündigte der Deutsch-Türke eine härtere Gangart seiner Partei in der Opposition an. Die Grünen wollen auf eine radikale Energiewende und ein neues sozial-wirtschaftliches Konzept gegen die drohende Rezession setzen. Eine Koalitionsaussage traf die Partei nicht. PARIS: Der meistgesuchte Anführer der baskischen Untergrund-Organisation ETA ist im Südwesten Frankreichs festgenommen worden. Der unter dem Namen 'Txeroki' bekannte mutmaßliche ETA-Militärchef wurde in einem Ort in den Pyrenäen gefasst. 'Txeroki' soll Ende 2003 die Führung der ETA-Kommandos übernommen haben und gilt als Vertreter eines unnachgiebigen Kurses gegenüber der spanischen Regierung. Als Militärchef ist er verantwortlich für die Attentate der ETA. - Die Organisation kämpft seit Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Dabei kamen nach offiziellen Angaben bisher mehr als 800 Menschen ums Leben. TEL AVIV: Als Reaktion auf fortwährende palästinensische Raketenangriffe hält Israel weiter alle Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen. Angesichts des internationalen Drucks soll allerdings einigen Lastwagen mit Medikamenten und humanitären Gütern die Durchfahrt gestattet werden. Ungeachtet der vereinbarten Waffenruhe feuerten militante Palästinenser vom Gazastreifen aus wieder etliche selbstgebaute Raketen auf Israel. LOS ANGELES: Im US-Bundesstaat Kalifornien kämpft die Feuerwehr weiter gegen die verheerenden Brände in der Nähe von Los Angeles und dem südlich gelegenen Orange County. Immer noch werden die Löscharbeiten von starken Winden behindert, die die Flammen immer wieder anfachen. Die Behörden gehen davon aus, dass bis zu 1.000 Häuser zerstört wurden. Ein Sprecher äußerte den Verdacht, dass zumindest die Brände in Santa Barbara von Brandstiftern gelegt worden sein könnten. HOUSTON: Die US-Raumfähre 'Endeavour' hat erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS angedockt. An Bord des Space Shuttles befinden sich mehr als 14 Tonnen an Material, mit dem die Raumstation ausgebaut werden soll. Besondere Aufmerksamkeit gilt einem neuen Wasseraufbereitungssystem, das sogar Urin wieder zu Trinkwasser macht. In der ISS sollen künftig sechs statt wie bisher drei Raumfahrer als Langzeitbesatzung leben können. Die am Freitag gestartete 'Endeavour' bleibt insgesamt zwei Wochen im All. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten sonnig und trocken. Sonst wolkig mit Aufheiterungen. Nur am Alpenrand etwas Regen. Höchstwerte vier bis zehn Grad.
Freitag, 14. November 2008
Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. NIZZA: Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat als Spitzenvertreter der Europäischen Union in Nizza seinen russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew empfangen. Die beiden Staatschefs wollen kurz vor dem Weltfinanzgipfel in Washington einen gemeinsamen Kurs im Kampf gegen die Banken- und Wirtschaftskrise abstecken. An den Beratungen nehmen auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der Außenbeauftragte Javier Solana teil. Beobachter rechnen damit, dass die Frage eines neuen Partnerschaftsabkommens zwischen der EU und Russland ebenfalls Thema der Gespräche sein dürfte. NEW YORK: Vor dem Weltfinanzgipfel hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Teilnehmer dazu aufgerufen, umfassende Lösungen für die internationale Finanzkrise zu finden. Es müsse verhindert werden, dass aus der Finanzkrise eine Tragödie für die ganze Menschheit werde, schrieb Ban an die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der 'Süddeutschen Zeitung' vor dem Gipfel, sie erwarte von dem Treffen den Startschuss für eine tiefgreifende Reform der globalen Kapitalmärkte. US-Präsident George W. Bush erklärte in einer Rede, eine Reform des Finanzsystems sei notwendig, staatliche Eingriffe seien jedoch kein Allheilmittel. - Der Weltfinanzgipfel beginnt an diesem Freitagabend (Ortszeit) in Washington mit einem Arbeitsessen. Die eigentlichen Beratungen werden dann am Samstag aufgenommen. - Die japanische Regierung bot unterdessen dem Internationalen Währungsfonds an, zur Unterstützung von Schwellenländern bis zu 100 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen. WIESBADEN: Der sinkende Ölpreis hat die Inflation in Deutschland weiter zurückgehen lassen. Im Oktober betrug die Teuerungsrate 2,4 Prozent. Damit war sie so niedrig wie seit einem halben Jahr nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im September hatte die Teuerung noch 2,9 Prozent betragen. Die Inflationsrate könnte sich laut Experteneinschätzung bis zum Jahresende wieder auf unter zwei Prozent verringern. Bei Werten in diesem Bereich sieht die Europäische Zentralbank Preisstabilität gegeben. BERLIN: Angesichts der Absatzkrise in der Automobilindustrie schließt Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche Kurzarbeit auch in seinem Konzern nicht mehr aus. Es mache keinen Sinn, Autos auf Halde zu bauen, sagte Zetsche in einem Interview der 'Bild'-Zeitung. Daimler hatte bereits angekündigt, seine Arbeiter über Weihnachten in verlängerte Werksferien zu schicken. Zu einem möglichen Arbeitsplatzabbau äußerte sich Zetsche zurückhaltend. Darüber könne er derzeit keine Prognose abgeben. Zetsche bekräftigte zugleich den Willen des Daimler-Konzerns, die Wirtschaftskrise möglichst ohne staatliche Finanzhilfen durchzustehen. BERLIN: Die Partei Die Linke hat sich für eine drastische Anhebung des Spitzensteuersatzes ausgesprochen. Die beste Lösung wäre, den Steuersatz bei Jahreseinkommen ab 600.000 Euro auf 80 Prozent ansteigen zu lassen, sagte Parteichef Oskar Lafontaine der 'Passauer Neuen Presse'. Dabei handele es sich um Einkommen, die dem 20-fachen des Durchschnittsverdienstes entsprächen. Mit den Einnahmen aus der - Zitat - "Millionärssteuer" müsse ein Konjunkturprogramm zur Bekämpfung der Rezession finanziert werden, so Lafontaine weiter. ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan sind bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff mindestens zehn Menschen getötet worden. Ziel der Aktion im Stammesgebiet Nord-Waziristan sei ein Rebellenversteck gewesen, verlautete aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Der Angriff wurde offenbar von einem mit Raketen bestückten, unbemannten Flugzeug - einer so genannten Drohne - aus geführt. Die USA äußern sich in der Regel nicht zu diesen Angriffen, die in jüngerer Zeit zugenommen und zu Verstimmung zwischen den USA und Pakistan geführt haben. NEW YORK: In seiner voraussichtlich letzten Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen hat US-Präsident George W. Bush die Religionsfreiheit als das zentrale Element der amerikanischen Außenpolitik bezeichnet. Seit Generationen habe die amerikanische Nation geholfen, die Religionsfreiheit in anderen Ländern zu verteidigen, sagte Bush. In New York hatten Staats- und Regierungschefs aus rund 80 Ländern zwei Tage lang über Religionsfreiheit und Diskriminierung debattiert. Zum Abschluss sprachen sie sich für einen stärkeren interkulturellen Dialog und für mehr religiöse Toleranz aus. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwesten her neuer Regen, sonst wechselhaft und nur vereinzelt sonnig. Tageshöchstwerte sechs bis zwölf Grad.


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